Björn Bicker studierte Literatur, Philosophie und Rhetorik in Tübingen und Wien. Er arbeitete als Dramaturgieassistent und Dramaturg am Wiener Burgtheater, und war von 2001 bis 2009 unter Frank Baumbauer Dramaturg an den Münchner Kammerspielen. Dort entwickelte er gemeinsam mit Peter Kastenmüller und Michael Graessner die Stadtprojekte „Bunnyhill“ (2003–2006) und „Illegal“ (2007–2008). Mit Malte Jelden kuratierte er das Projekt „Doing Identity – Bastard München“ (2008) an den Kammerspielen, wo er auch das Projekt "Hauptschule der Freiheit" (2009) mitentwickelt und geleitet hat.
2010 erhielten die Münchner Kammerspiele dafür den Bundespreis für Kulturelle Bildung. Für sein Stück Deportation Cast wurde Björn Bicker mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis 2012 ausgezeichnet. 2013 erhielt er für den Roman Was wir erben den Franz-Tumler-Literaturpreis. Er ist außerdem als Dozent für Dramaturgie, Theatergeschichte und Szenisches Schreiben an verschiedenen Hochschulen tätig. Seit 2009 arbeitet Björn Bicker als freier Autor, Projektentwickler und Regisseur. Er schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Prosa und Essays. Für verschiedene Stadt- und Staatstheater entwickelt und leitet er künstlerische Projekte, die sich an der Schnittstelle von Kunst, Politik und sozialer Praxis befinden. Im Zentrum stehen meist Themen der deutschen und europäischen Einwanderungsgesellschaft. In den Projekten geht es u.a. um die Inszenierung von Teilhabe und Begegnung als Motor gesellschaftlicher Veränderung. Zuletzt: URBAN PRAYERS (MUC) für die Münchner Kammerspiele, Nord- Ein Stadtteil dreht sich für das Staatstheater Stuttgart und NEW HAMBURG für das Deutsche Schauspielhaus Hamburg (www.new-hamburg.de). Derzeit entwickelt er gemeinsam mit Malte Jelden das Konversionsprojekt MUNICH WELCOME THEATRE für die Münchner Kammerspiele.

Dr. Dierk Borstel ist seit 2012 Professor für praxisorientierte Politikwissenschaften an der FH Dortmund. Er hat Politikwissenschaft in Berlin, Marburg und Bamberg studiert.
Von1997 – 2000 hat er am Zentrum Demokratische Kultur, den Arbeitsbereiches Community Coaching aufgebaut und war von 2000 – 2004 Projektleiter des Arbeitsbereiches Community Coaching im Zentrum Demokratische Kultur. Ebenfalls dort übernahm er in den Jahren 2004-2006 die Projektleitung des "Verbundnetzes für Demokratie und Toleranz" im der Verbundnetz Gas AG. Von 2006 – 2009 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Greifswald und des Zentrums Demokratische Kultur arbeitete. 2009 wird er mit dem Thema "Interaktion von Rechtsextremismus und Demokratie am Beispiel Ostvorpommern" an der Universität Greifswald bei Prof. Dr. Hubertus Buchstein promoviert und war vor seiner Berufung an die FH Dortmund von 2008 – 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld

Tom Braun ist Geschäftsführer der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e. V. Seine Arbeits- und Forschungsgebiete sind: Bildungs- und Subjekttheorie, Theorie und Praxis der kulturellen Bildung, kulturelle Schulentwicklung. Tom Braun ist Geschäftsführer des Rats für Soziokultur und kulturelle Bildung im Deutschen Kulturrat und Vorstand der proskenion stiftung für künstlerische Bildung. Er ist Gastdozent am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Fragen der kulturellen Bildung sind in seiner Autorschaft erschienen.

David Benjamin Brückel, 1982 in Freiburg i. Brsg. geboren, studierte von 2002 - 2006 Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Cultural Studies an der Universität Wien. 2006 - 2008 Regieassistent am Schauspiel Hannover bei Wilfried Schulz. Anschließend freier Regisseur. Seit 2013 Dramaturg an der Bürgerbühne des Staatsschauspiels Dresden.

Simone Dede Ayivi studierte Kulturwissenschaften und ist in den Feldern Regie, Dramaturgie und Performance tätig. Sie lebt in Berlin, schreibt und macht Theater. In ihrer künstlerischen Praxis befasst sie sich mit Identitätsverhandlungen und Repräsentationspolitiken.
Dabei sucht sie nach neuen Formen für ein Theater mit Perspektiven of Color.
im September 2013 entwickelte sie mit andcompany&Co den antikolonialen Agitationsabend Black Bismarck, der am HAU Premiere hatte. Im Herbst 2013 inszenierte sie WIR SPIELEN (WE PLAY) ein Projekt der Akademie der Autodidakten mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Frage, „Wer ist WIR?“ und recherchiert nun gemeinsam mit der Audiokünstlerin Katharina Kellermann und der Videodesignerin Juliane Kremberg für Performing Back – Eine zukünftige Erinnerungsperformance zur deutsch-togoischen Kolonialgeschichte.

Jan Deck ist Politkwissenschaftler und arbeitet als freier Dramaturg, Regisseur, Kurator und Autor an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Konstellationen. Er ist außerdem Geschäftsführer von laPROF, dem Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen, Vorstandsmiglied des Bundesverbandes freier Theater und Mitglied verschiedener Juries, Beiräte und Arbeitsgruppen. Zudem ist er Herausgeber verschiedener Publikationen zu theaterbezogenen und gesellschaftlichen Themen.

Dr. Dorothea Hilliger ist seit 2004 Profesorin an der Hochschule der Künste Braunschweig im Studiengang Darstellendes Spiel/Kunst in Aktion. Sie studierte Germanistik, Politische Wissenschaften, Psychologie, Theaterwissenschaften und Theaterpädagogik. Promotion zwischen Theaterwissenschaft und Germanistik. Referendariat und Zweites Staatsexamen.
Tanz- und Schauspieltraining verschiedener Schulen und Methoden. Theaterarbeiten an Staatstheatern, im freien Bereich und an der Hochschule (Regie, Dramaturgie, Schauspiel). Zahlreiche Theaterprojekte in der Jugendkulturarbeit und in Kursen Darstellendes Spiel. Kooperationsprojekte zwischen Theatern und Schulen, u.a. mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg Platz, Berlin, und dem Hebbel am Ufer (HAU), Berlin.
Von 1982 bis 2004 Lehrerin für Darstellendes Spiel und Deutsch. Ab 1996 Dozententätigkeit im Bereich Theaterpädagogik/Darstellendes Spiel in Brandenburg und an der UdK Berlin.

Dr. Melanie Hinz ist Professorin für „Bildende und performative Künste in der Kulturarbeit“ an der FH Dortmund. Gemeinsam mit Norma Köhler und Christoph Lutz-Scheurle leitet sie das zertifizierte Profilstudium „TaSK – Theater als Soziale Kunst“. Sie hat Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis studiert, als wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Schwerpunkt „Theater und Gender“ an der Universität Hildesheim gelehrt und über „Das Theater der Prostitution“ (transcript 2014) promoviert. Partizipative Theaterformate erprobt sie als Performerin, Regisseurin, Dramaturgin mit der Frl. Wunder AG und mit nicht-professionellen Darsteller_innen in Bürgerprojekten, u.a. an der Bürgerbühne Dresden und am Staatstheater Oldenburg.

Uli Jäckle arbeitet seit 1993 als Freier Regisseur. In dieser Zeit sind über 80 Inszenierungen entstanden. Seit 1999 nimmt er außerdem unterschiedliche Lehraufträge wahr, u.a. an der Bundesakademie Wolfenbüttel, am Institut für Medien und Theater an der Universität
Hildesheim oder an der Schauspielschule Bern, sowie seit 2010 als Professor für Darstellendes Spiel an der HbK Braunschweig.
Ein Schwerpunkt seiner Inszenierungen liegt in der Entdeckung und szenischen Ausgestaltung authentischer „erzählender“ Bühnenräume. So inszenierte er u.a. in einem Supermarkt (ASPIK: Discounter, 1998), in den Ausstellungsräumen eines Museums (ASPIK: Patrioten im Herz, 2003) in einer Bibliothek (Initiative Deutsche Sprache/Goethe Institut Berlin: Wer wohnt dort droben auf goldenen Sternen, 2006) oder einem Vorlesungssaal (Theater Freiburg: Ausflug in den Menschenpark, 2007), in denen mit den vorgegebenen Möglichkeiten (Lichtquellen, Einrichtung) gearbeitet wird.

Dr. Norma Köhler (*1974), ist seit 2009 an der Fachhochschule Dortmund am FB Angewandte Sozialwissenschaften für den Bereich Theaterpädagogik zuständig, zunächst als Vertretungsprofessorin und seit 2010 als Professorin. Sie leitet gemeinsam mit Melanie Hinz und Christoph Lutz-Scheurle das zertifizierte Profilstudium „TaSK – Theater als Soziale Kunst“. Zuvor war sie von 2003 bis 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg in den Bereichen Theaterpädagogik / Darstellendes Spiel und im Masterstudiengang Performance Studies. Von 2001 - 2002 leitete sie den Jugendkulturbereich der Werkstadt Witten. 1997- 2002 Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis an der Universität Hildesheim und Theatre in Education in Utrecht (NL). Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift für Theaterpädagogik und Mitglied im Vorstand der BAG Spiel und Theater.

Johannes Kup studierte Politikwissenschaft, spanische Romanistik und Theaterpädagogik in Berlin.
Nach dem Referendariat arbeitete er als Lehrer, u.a. für Darstellendes Spiel, und mit der Gruppe OnElf in freien Theaterprojekten. Seit Oktober 2012 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter für Theaterpädagogik an der Universität der Künste Berlin und promoviert zum Thema „Das Theater der Teilhabe. Der Diskurs um Partizipation in der Theaterpädagogik“.

Karola Marsch studierte Germanistik und Slavistik in Magdeburg und arbeitete als Theaterpädagogin an den Freien Kammerspielen Magdeburg, am Schauspiel Leipzig und am Landestheater Linz / Oberösterreich. Als Dramaturgin war sie am Theater im Marienbad Freiburg sowie am Mainfranken Theater Würzburg tätig, hier war sie auch Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters. 2001 war sie Mitglied der Auswahlkommission für das 6. Deutsche Kinder- und Jugendtheatertreffen "Augenblick mal!" in Berlin, 2002 im künstlerischen Leitungsteam für das 3. Internationale Kinder- und Jugendtheaterfestival "Schöne Aussicht" in Stuttgart und 2004 in der Jury für den Baden- Württembergischen Jugendtheaterpreis.
Im Februar 2006 wurde sie von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in das Kuratorium des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland berufen. Seit der Spielzeit 2005/2006 ist Karola Marsch Leitende Dramaturgin / Theaterpädagogin am THEATER AN DER PARKAUE. Unter ihrer Leitung wurde das Konzept der „Kunstvermittlung als künstlerische Praxis“ am THEATER AN DER PARKAUE entwickelt, das u.a. zu Formaten wie der Winterakademie, den Ferienwerken, der Familien-Uni, dem Theaterpädagogischen Salon oder dem House of Many führte.

Dr. Christoph Lutz-Scheurle ist Professor für Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Kunst und Teilhabe an der FH Dortmund. Und leitet dort mit Norma Köhler und Melanie Hinz das zertifizierte Profilstudium „TaSK – Theater als Soziale Kunst“. Er Studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis sowie Creative and Performing Arts an der St. Johns University of York/England.
1999 gründete er mit Christian Kumm und Bettina Land das Performance-Ensembles 3%XTRA! und realisierte vor, während und nach dem Studium zahlreiche freie szenische Projekte in unterschiedlichen Zusammenhängen und Konstellationen als Schauspieler, Dramaturg und Theater- und Medienpädagoge.
Von 2003 – 2006 war er Promotionsstipendiat der Universität Hildesheim und wurde 2007 mit einer Arbeit über die Theatralität deutschen Bundeskanzler im Fernsehen promoviert. („Die Deutschen Kanzler im Fernsehen“, Bielefeld: transcript 2009)
Von 2009 – 2012 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter für Theorie und Praxis der szenischen Darstellung am Institut für Medien und Theater an der Stiftung Universität Hildesheim und vertrat von Oktober 2012 bis August 2013 die Professur für Ethik und Bildung an der Fachhochschule Dortmund

Eva Plischke ist Performerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim, mit dem Schwerpunkt Theatertheorie und -praxis. In Hildesheim leitete sie das Junge Theater- und Performancefestival transeuropa 2006 mit dem Themenschwerpunkt Neue Kollektive.
Während des Studiums gründete sie das Performancekollektiv Turbo Pascal, mit dem sie seit 2008 in Berlin aktiv ist, u.a. an den sophiensaelen und am HAU, zuletzt mit ‘Publikumsbeschwörung’ (2011). Die Performance ‘Ich bin nicht wirklich die Gefahr’ war 2011 zum Festival Politik im Freien Theater eingeladen. Als Performerin arbeitete sie außerdem mit Künstlerkollektiven wie urban lies (Berlin), werkgruppe 1 (Hannover/Leipzig) und der geheimagentur (Hamburg) zusammen und ist seit 2009 auch als Künstlerin in Projekten der kulturellen Bildung und Forschung tätig (Theater an der Parkaue Berlin, Forschungstheater Hamburg).
Seit 2012 ist Sie Kollegiaten und Stipendiatin des Kollegs „Versammlung und Teilhabe“. Hier beschäftigt sie sich mit performativen Praktiken der Zukunftsvorhersage und der Szenariotechnik und fragt, welche Rolle das Theater/die Performance bei der Produktion von Zukunftszenarien spielt bzw. spielen könnte.